Was sind Pickelmale?
Welche Ursachen haben Pickelmale?
In unserer Haut, in den Haaren und in der Aderhaut befinden sich rötliche und dunkle Farbstoffe, die sogenannten Melanine. Sie sind nicht nur für die Färbung von Haut und Haaren verantwortlich, sondern erfüllen auch eine Schutzfunktion gegenüber den UV-Strahlen des Sonnenlichts. Die Pigmente werden von den Melanozyten gebildet, die in den Hautzellen vorkommen.
Unter der Einwirkung von UV-Strahlen steigt die Melaninproduktion an, und die Haut bräunt sich. Dies geschieht jedoch nicht immer gleichmäßig. Manche Menschen entwickeln durch Sonneneinstrahlung Sommersprossen oder Altersflecken. Auch Entzündungsprozesse können die Melaninbildung anregen, was sich zum Beispiel in Narbengewebe oder als dunkle Flecken nach Akne zeigt.¹
Verschwinden Pickelmale von alleine?
Das Hautpigment Melanin, das für unsere Hautfarbe verantwortlich ist, wird ohne Sonneneinstrahlung allmählich abgebaut. Dieser Prozess dauert je nach Hauttyp unterschiedlich lang. Einige Menschen werden deshalb im Winter schnell blass, während bei anderen der dunklere Hautton länger erhalten bleibt. Auch Pickelmale verblassen auf diese Weise nach und nach von selbst.

Wie lange dauert es, bis Pickelmale weg sind?
Bei einem Pickelmal sammelt sich je nach Schwere der Entzündung unterschiedlich viel Melanin in der Haut. Entsprechend variiert die Zeitspanne, in der der Farbstoff abgebaut wird und die Pickelmale von selbst verblassen – das kann von einigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten dauern. Unter UV-Lichteinfluss verlangsamt sich der Abbauprozess, und es kann sogar passieren, dass die Pickelmale dunkler werden.²
Tipp:
Verwenden Sie bei bestehenden Pickelmalen stets einen sorgfältigen Sonnenschutz, damit die Flecken nicht noch dunkler werden. Ideal ist zudem eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor.
Was hilft gegen Pickelmale?
Leider verblassen nicht alle Pickelmale von allein oder es dauert manchmal einfach sehr lange. Wer Pickelmale entfernen möchte, kann auf verschiedene wirksame Methoden zurückgreifen.
Äußerliche Behandlung mit Salben und Cremes
Damit sich das lokal angehäufte Melanin in den Pickelmalen schneller abbaut, können verschiedene Salben und Cremes mit bestimmten Wirkstoffen helfen.
Diese Wirkstoffe beschleunigen zum Beispiel die Regeneration der Haut, hellen sie auf, fördern ihre Durchblutung oder wirken den schädlichen Einflüssen von UV-Licht entgegen.
Zu den Substanzen gehören:
- Vitamin C und Vitamin E
- Retinol
- Niacinamide
- Glykolsäure und andere Fruchtsäuren, Milchsäure
- Salicylsäure
Sie hellen die Haut auf und lassen den Teint bei regelmäßiger Anwendung ebenmäßiger, glatter und jugendlicher erscheinen. Entsprechende Anti-Pickelmale-Cremes mildern nicht nur diese Folgen von unreiner Haut, sondern können auch Altersflecken und Pigmentflecken sichtbar mildern. Für die Zeit des Übergangs kaschieren Sie die Stellen mit einem Make-up für unreine Haut oder decken einzelne Pickel ab.
Hautpflege-Tipp gegen Pickelmale:
Die Tagescreme Anti-Falten Experte 35+ von L‘Oréal Paris sorgt für mehr Spannkraft und glattere Haut. Zudem mildert ihre Formel mit Kollagen und Glykolsäure bei regelmäßiger Anwendung Pickelmale und Altersflecken sichtbar. Niacinamid als Wirkstoff gegen Pickelmale enthält die innovative Revitalift Filler Gel-Creme von L‘Oréal Paris.

Pickelmale loswerden mit professioneller Behandlung
Verschwinden Pickelmale gar nicht von selbst, können dermatologische oder professionelle kosmetische Behandlungen helfen. Zu diesen Behandlungen gehören zum Beispiel das Lasern der Pickelmale, ein chemisches Peeling oder eine Mikrodermabrasion.³
Mikrodermabrasion
Während einer Mikrodermabrasion wird eine sehr dünne Schicht Haut oberflächlich abgetragen. Das lässt Pigmentansammlungen dieser obersten Hautschichten verschwinden und regt die Bildung neuer Hautzellen an. Es besteht jedoch die Gefahr von Verletzungen und der Bildung von Narben, wenn die Behandlung nicht fachgerecht ausgeführt wird.⁴
Microneedling
Beim Microneedling werden mittels Nadelroller, Dermaroller oder Dermastift feine Nadelspitzen für maximal 3 mm in die Haut gedrückt. Die vielen winzigen Verletzungen regen die Neubildung von Hautzellen an und beschleunigen Stoffwechselprozesse. Das Melanin in den Pickelmalen wird dadurch schneller abgebaut.⁵
Pickelmale lasern lassen
Werden Pickelmale gelasert, zerstört dies gezielt die Melanine an den entsprechenden Stellen der Haut. Eine Laserbehandlung sollte nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden, um Verletzungen oder die versehentliche Aktivierung von Krebszellen (bei der Verwechslung von Pickelmalen mit Hautkrebs) auszuschließen.⁶
Pickelmale entfernen mit chemischem Peeling
Bei einem chemischen Peeling werden bestimmte Säuren auf die Haut aufgetragen. Sie lösen abgestorbene Hautzellen und wirken bis in tiefere Hautschichten. Hyperpigmentierungen wie Pickelmale können dadurch aufgehellt werden. Zu den Wirkstoffen für ein chemisches Peeling zählen Glykol-, Apfel-, Wein-, Mandel- oder Zitronensäure. Auch Salicylsäure oder Poly-Hydroxysäuren (PHA) werden dafür verwendet. Bei einem chemischen Peeling ist es wichtig, Dosierung und Einwirkzeiten genau zu beachten, um Schäden der Haut zu vermeiden.⁷
Wichtig:
Lassen Sie sich vor einer professionellen Behandlung immer von einem Dermatologen beraten, um die beste Methode für Ihre Haut zu wählen und mögliche Risiken auszuschließen.
Hausmittel und Tipps gegen Pickelmale
Diese Hausmittel können dabei helfen, bestehende Pickelmale zu mildern:
- Kompressen mit grünem Tee oder Kräutertee-Auszügen
- Behandlung mit verdünntem Zitronensaft oder verdünntem Apfelessig
- Aloe Vera (fördert die Wundheilung)
- Zinksalbe
- Teebaumöl⁸
Tipp zur Anti-Pickelmale-Hautpflege:
Setzen Sie auf eine sanfte Gesichtsreinigung und konsequenten Sonnenschutz. Ideal sind Produkte wie das Gesichtswasser Kostbare Blüten oder die Age Perfect Reinigungstücher von L'Oréal Paris. Vermeiden Sie aggressive Peelings, die die Haut reizen und den Heilungsprozess stören können.

Pickelmale: vorbeugen
Wer Pickelmalen vorbeugen möchte, sollte auf eine Routine setzen, die unreine Haut optimal pflegt. Eine sorgfältige Reinigung, Stärkung und Pflege der Haut können die Anzeichen von Akne deutlich mildern, Entzündungen vermeiden und das Risiko dunkler Flecken reduzieren. Weitere hilfreiche Verhaltensweisen gegen Pickelmale sind:
- Sofortige Behandlung von Pickeln, um Entzündungen zu vermeiden
- Strikte Hygiene (Händewaschen vor der Behandlung, saubere Umgebung, Handtücher und Kleidung)
- Vermeidung von Berührungen oder dem Aufkratzen des Gesichts
- Verwendung nicht komedogener Kosmetika
- Ärztliche Hilfe bei Entzündungen oder schwerer Akne in Anspruch nehmen
Um das Nachdunkeln der Pickelmale zu verhindern, tragen Sie konsequent eine geeignete Sonnenschutzcreme auf.
Schritt-für-Schritt Anleitung gegen Pickelmale
Treten Pickelmale auf, gehen Sie so Schritt für Schritt vor:
- Warten Sie, bis die Stelle vollständig abgeheilt ist.
- Tragen Sie täglich eine aufhellende Creme oder ein Serum auf, wie z.B. das Revitalift Clinical 12 % Vitamin C Serum.
- Nutzen Sie gelegentlich Hausmittel wie Zinksalbe, verdünnten Zitronensaft oder Apfelessig.
- Beobachten Sie, ob eine Besserung eintritt. Bei Verschlechterungen oder Irritationen machen Sie eine Behandlungspause. Bei Produkten mit Glykolsäure oder Niacinamid kann es zunächst zu einer Verschlimmerung kommen; in solchen Fällen können größere Abstände in der Anwendung oder eine niedrigere Konzentration hilfreich sein.
- Wenn nach mehreren Wochen keine Verbesserung eintritt, suchen Sie einen Dermatologen auf, um andere Ursachen für die Hautverfärbungen auszuschließen. Dort erhalten Sie professionelle Beratung und gegebenenfalls eine passende Therapie.
Fazit: Vermeiden Sie Pickelmale schon im Entstehen
Die beste Methode, Pickelmale loszuwerden, ist eine geduldige und regelmäßige Hautpflege. Beugen Sie Entzündungen vor, indem Sie die Haut jeden Tag klären und auf eine gute Hygiene achten. Dunkle Flecken auf der Haut werden Sie mit speziellen Cremes und Seren gegen Pigmentflecken bald wieder los.
Quellenangaben
[1] Vgl. Böer-Auer, Almut. "Hyper-und Hypopigmentierungen." Hauterkrankungen in der Zahnmedizin, der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, der Augenheilkunde und der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg, 2024. 161-165.
[2] Vgl. Solano, Francisco. "Melanins: skin pigments and much more—types, structural models, biological functions, and formation routes." New Journal of Science 2014.1 (2014): 498276.
[3] Vgl. Tilgen, Wolfgang, et al. "Akne." Empfehlungen zur Patienteninformation: Dermatologie (2005): 5-12.
[4] Vgl. Funk, Wolfgang, et al. "Minimalinvasive Maßnahmen." Minimalinvasive nichtoperative Methoden in der Gesichtsästhetik: Vom Filler zum Fadenlift. Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg, 2020. 31-84.
[5] Vgl. Alster, Tina S., and Paul M. Graham. "Microneedling: a review and practical guide." Dermatologic Surgery 44.3 (2018): 397-404.
[6] Vgl. „Gefahren bei Laseranwendung an der menschlichen Haut“, Empfehlung der Strahlenschutzkommission, Verabschiedet in der 169. Sitzung der Strahlenschutzkommission am 31. Oktober 2000
[7] Vgl. Philipp-Dormston, Wolfgang G. "Chemisches Peeling in der Dermatologie." Der Hautarzt 70.7 (2019): 535-546.
[8] Vgl. Ganz, Chrischta. "Hausmittel für die Haut: Vergessene Mittel aus der Hausapotheke und vom Wegesrand." Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin/Swiss Journal of Integrative Medicine 29.4 (2017): 221-224.